Statt sich belehren zu lassen, erzählen Jugendliche selbst ihre Geschichten über digitale Herausforderungen – als kurze Selbsthilfe-Filme, die andere Jugendliche direkt ansprechen.
Was Jugendliche wirklich bewegt und wie sie sich selbst helfen können, wissen andere Jugendliche am besten. Diese Überzeugung ist das Herzstück unserer Arbeit.
Wenn ein Jugendlicher dem anderen erklärt, wie er mit Social-Media-Konsumum umgeht, trifft das ins Herz. Wenn eine Lehrkraft dasselbe sagt, wird es oft als Predigt wahrgenommen. Gleichaltrige sprechen dieselbe Sprache, ohne Hierarchie oder Urteile.
Verbote erzeugen Widerstand. Wenn Jugendliche selbst Filme drehen, sich mit dem Thema aktiv auseinandersetzen und ihre eigenen Lösungswege entwickeln, entsteht intrinsische Motivation. Aus Betroffenen werden Helfende.
Das Drehen eines Films erfordert tiefgehende Auseinandersetzung mit dem Thema: Was möchte ich sagen? Wie erlebe ich das selbst? Welche Botschaft hilft anderen? Diese Fragen fördern Medienkompetenz und Selbstreflexion auf einem Weg, den kein Arbeitsblatt erreicht.
Klassische Prävention setzt auf Information: Erklären, warnen, belehren. Das ist wichtig, aber es reicht nicht.
Jugendliche wissen oft, dass sie zu viel scrollen. Sie können trotzdem nicht aufhören; nicht aus Unwissen, sondern weil Apps gezielt auf Suchtmechanismen ausgelegt sind. Wissen allein verändert kein Verhalten.
Kostenlose Registrierung als pädagogische Fachkraft in einer Minute.
Greife auf alle 4 Module inkl. Arbeitsblätter zu - für deine Schulform angepasst (demnächst verfügbar).
Deine Schüler:innen drehen Selbsthilfe-Kurzfilme. Das Hochladen erfolgt durch dich.
Teilnahme an der Bewertung, dem Selbsthilfe-Forum und ggf. der Preisverleihung.
Logg Dich Aus
Logg Dich Aus verfolgt einen einfachen, aber kraftvollen Gedanken: Junge Menschen helfen jungen Menschen. Wenn Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Geschichten über Medienproblem erzählen, verstehen andere Jugendliche sie besser als jeder Erwachsene. Diese Peer-to-Peer-Selbsthilfe funktioniert, weil sie authentisch ist und die Sprache der Betroffenen spricht.
Doch dieses Modell funktioniert nur, wenn wirklich alle jungen Menschen teilhaben können. Kinder und Jugendliche mit Behinderungen sind oft stärker von problematischer Mediennutzung betroffen; sie verbringen mehr Zeit online und haben weniger Zugang zu anderen Freizeitangeboten. Gerade sie brauchen die Unterstützung durch Gleichaltrige am meisten. Gleichzeitig haben sie oft weniger Gelegenheit, ihre eigenen Erfahrungen zu teilen und anderen zu helfen.
Barrierefreiheit ist daher nicht nur eine technische Anforderung, sondern eine Voraussetzung für Logg Dich Aus, seine Mission zu erfüllen. Nur wenn die Plattform für alle nutzbar ist, entstehen echte Selbsthilfe-Strukturen, in denen Betroffene zu Helfenden werden, unabhängig von ihren Fähigkeiten. Kinder und Jugendliche mit Behinderungen werden so nicht nur Zuschauer, sondern aktive Gestalter ihrer eigenen Lösungen.
Das ist der Kern von echter Inklusion: Menschen mit Behinderungen nicht nur einzubeziehen, sondern ihre Stimmen, Erfahrungen und Lösungsansätze als zentral für das Projekt anzuerkennen. Barrierefreiheit macht Logg Dich Aus zu dem, was es sein möchte: Eine bayernweite Selbsthilfe-Bewegung für alle.
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